Was ist Biomasse?

Biomasse ist alles, was einmal mit Leben erfüllt war und lebendig gewachsen ist.

Mit dem Sammelbegriff "Biomasse" werden alle Energieträger bezeichnet, die ihre Energie über den Vorgang der Photosynthese durch das Pflanzenwachstum gewinnen. Die Pflanzen binden während des Wachstums Kohlendioxid (CO2) aus der Erdatmosphäre und speichern dabei die Energie der Sonne. Beim Verbrennen, aber auch beim Verrotten der Pflanzen wird die gespeicherte Energie wieder freigesetzt. Dabei wird das gebundene CO2 wieder in die Atmosphäre abgegeben. Beim Wachstum neuer Pflanzen wird wiederum Kohlendioxid eingebunden; es entsteht ein so genannter CO2-Kreislauf. Die Biomasse gehört deshalb zu den erneuerbaren Energien.

Biomasse besteht unter anderem aus Holz, aus Haus- und Gartenabfällen (Strauch-, Baum- und Heckenschnitt, Rasen, Laub, Blumen, Wildkräuter und Gemüsestauden, Rüstabfälle, Eierschalen, Teekräuter, Kaffeesatz, Kleintiermist von Pflanzenfressern), aus weiteren Grünabfällen, organischem Material, industrielle Bioabfälle (z.B. aus der Lebensmittelindustrie). 

Biomasse in der Schweiz

In der Schweiz spielt Energie aus Biomasse eine wichtige Rolle. Dabei deckt Holz knapp drei Prozent des gesamtschweizerischen Energieverbrauchs (Quelle: WWF). Dies hauptsächlich durch die Verbrennung von Holzschnitzel, Pellets und Abfallholz. Neben dem Wasser ist Biomasse damit die zweitwichtigste Energiequelle.

Die Vorteile von Energie aus Biomasse lässt sich in den drei folgenden Punkten zusammenfassen (Quelle: WWF):

  • Erneuerbare Energiequelle
  • CO2-neutrale Verbrennung
  • Entlastung von Klär- und Kehrichtverbrennungsanlagen